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To Aru Kagaku no Railgun S

Hawkwing

Member
Ein weiteres mal eine klassische Empfehlung, und keine "richtige" Review:

Dieses Mal geht um die zweite Staffel von To Aru Kagaku no Railgun, welche den innovativen Namen To Aru Kagaku no Railgun S trägt. Wenn man die dazugehörigen Index-Staffeln dazuzählt, ist dies nun die mittlerweile vierte Staffel, die im To Aru-Universum angesiedelt ist. Die Produktion übernahm ein weiteres Mal das Studio J.C. Staff.

Die Serie lief im japanischen Fernsehen am 12.04.2013 an und wird voraussichtlich wie die andere Staffeln/Serien 24 Folgen umfassen. Jeden Freitag wird eine neue Folge ausgestrahlt. Inhaltlich wird sich Railgun S, welches chronologisch vor bzw. während der ersten Index-Staffel spielt, mit dem aus selbiger Staffel bekannten Sister's Arc beschäftigen. Im Railgun-Manga wurde der in der eigentlichen Light Novel-Vorlage "recht kurze" Sister's Arc extrem erweitert und weiter ausgearbeitet.

Um sich im Szenario zurechtzufinden verweise ich mal auf die Beschreibung von anisearch.de:
Gerade erst wäre wieder Ruhe in Mikotos Leben eingekehrt, als sich auch schon die nächsten seltsamen Vorfälle in Academy City ereignen. Mysteriöse versteckte Geldkuverts lösen unter der Bevölkerung Schatzjägerstimmung aus und lassen sie die dunklen Ecken und Seitengassen der Stadt durchstreifen. Dem nicht genug, verstärken sich die Gerüchte um vermeintliche Doppelgänger Mikotos und lassen in ihr einen schrecklichen Verdacht aufkommen.
Der geneigte Index-Kenner wird mir vermutlich zustimmen, wenn ich die Behauptung aufstelle, dass der ursprüngliche Sister's Arc in Index I zu den besten Kapiteln der Staffeln gehörte und den Grundstein für die zumindest meiner Meinung nach weitaus bessere wissenschaftliche Seite von Index legte, auf dem sehr gute Story-Arcs wie der Remnant- und der Hound Dog-Arc basierten.

Nun soll es in Railgun S also darum gehen, die Hintergründe und die genauen Vorkommnisse sowie die Vorgeschichte des Sister's Arc genauer zu beleuchten. In diversen Foren und anderen Diskussionsplattformen wird der Sister's Arc der Vorlage des Öfteren als Meisterwerk bezeichnet, der die Glanzstunde des gesamten Mangas darstellen soll. Ich spreche hierbei bewusst im Konjunktiv, da ich keine der Vorlagen abgeschlossen habe. Die pure Anzahl an derartigen Mitteilungen und die Adjektive, die in diesem Bezug immer genannt werden ("düster", "brutal", "atmosphärisch", "spannend", etc.) scheinen diese These jedoch zu stützen.

Es dürfte interessant sein zu beobachten, ob die Serie das ihr zugesagte Potenzial ausnutzen, umsetzen und halten kann. Zwei Sachen kann man allerdings schon einmal als Fakt hinstellen:

a) Der Sister's Arc in Index I war sowohl atmosphärisch als auch Story-technisch einer der besten der gesamten Serie, der nur wenige Schwächen hatte.
b) Die erste Staffel von Railgun hat mit vielem aufgewartet, jedoch nicht mit Ernsthaftigkeit und der erforderlichen Atmosphäre. Vielmehr lag der Fokus bis auf wenige Ausnahmen auf den falschen Dingen.

Demnach ist es sehr interessant zu sehen, wie diese beiden Extreme aufeinander treffen. Da Railgun trotz aller Schwächen im Vergleich mit Index mit dem besseren Storytelling aufwarten konnte, scheint zumindest dieser Bereich durchaus vernünftig umgesetzt worden zu sein. Ob die Produzenten einen (von mir durchaus herbeigesehnten) Stilbruch begehen werden und die zweite Staffel mit Atmosphäre und einem ernsteren Anstrich versehen, steht momentan noch in den Sternen, da bis jetzt erst eine einzige Folge ausgestrahlt wurde.

Diese erste Folge hatte es jedoch durchaus in sich. Sie war bei weitem nicht so überwältigend gut wie die erste Folge von Shingeki no Kyojin, jedoch ist dieser Vergleich in etwa so angebracht wie der Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Weitaus passender wäre der Vergleich mit der ersten Folge der ersten Staffel und die Schwerpunktsetzung in selbiger. Dieser Vergleich ist jedoch durchaus interessant:

Da es sich bei Railgun S um eine Fortsetzung handelt, konnte nun auf eine ausschweifende Einführung in das Szenario und die Charaktere verzichtet werden. Dies hat dem Pacing der ersten Folge sehr gut getan, da sie wesentlich straffer daherkommt als ihr Äquivalent aus der ersten Staffel. Ebenfalls fällt auf, dass sich der Stil ein kleines bisschen geändert hat. Es gibt natürlich immer noch die klassischen und stumpfen Railgun-Trademarks, die ich hier ausnahmsweise mal nicht verteufeln werde (ups), jedoch wurde ihre pure Anzahl und Intensität zugunsten einer strikteren Erzählstruktur und strafferen Darstellung reduziert. Episode 1 kommt wesentlich schneller in Fahrt und hat vermutlich bereits mehr Action gezeigt als die erste vier, fünf Folgen von Railgun I zusammen genommen. Diese Struktur tut dieser Serie zumindest meiner Meinung nach sehr gut, da in diesem Fall das Verhältnis zwischen stumpfer, aber durchaus amüsanter Comedy und unterhaltsamer Action wesentlich ausgeglichener ist. Auch atmosphärisch ist ein klitzekleiner Schritt in die richtige Richtung bereits erkennbar. Natürlich ist sie bei weitem noch nicht ernst (es ist ja auch immerhin erst die erste Folge), jedoch wurde durch einen Flashback bereits der erste Grundstein gelegt. Man sollte auch nicht vergessen, dass selbst Railgun I durchaus gute und ernste Momente hatte, auch wenn sie viel zu spät und selten kamen. Es ist aber auch die erste Episode, welche trotz aller Verbesserungen immer noch den Einstieg darstellt und keine finalen Schlüsse auf die Designentscheidungen darstellt.

Ich persönlich wurde von der ersten Episode um ehrlich zu sein sogar positiv überrascht. Ich hatte mit einem seichten und stumpfen Einstieg Marke Staffel 1 samt einer erhöhten Anzahl an bescheuerten Szenen gerechnet, und etwas zumindest in Teilen doch wesentlich Besseres bekommen. Anders als anfangs befürchtet, könnte Railgun S dem Sister's Arc vielleicht doch gerecht werden. Auch das Opening beinhaltet bereits einige Szenen, die eine sehr angenehme Atmosphäre versprühen.

Die Action wiederum ist genauso wie die allgemeine Kulisse grundsolide und qualitativ animiert, auch wenn die Qualität der Animation weit davon entfernt ist neue Maßstäbe zu setzen. Weder die eigentliche Animation noch das Artdesign ragt dafür genug aus der Masse heraus. Dies ist jedoch voll in Ordnung, da die Serie auch in 720p immer noch sehr gut aussieht und sich im oberen Mittelfeld der aktuellen Produktionen bewegt. Auch hierbei darf nicht vergessen werden, dass es sich erst um die erste Episode handelt. Es ist bisher immer typisch für das To Aru-Franchise gewesen, technisch erst in den letzten Episoden einer Staffel oder im Finale eines der vielen Story-Arcs auf die Kacke zu hauen. Dies könnte auch hierbei ein weiteres Mal der Fall sein. Natürlich ist die Action gerade am Ende der Episode durchaus over-the-top, aber hey: Verbindet man das To Aru-Franchise wirklich mit Realismus? Nein, tut man echt, weswegen die Action im Kontext des Franchises auch hier gut funktioniert.

Der Bereich Sound ist schnell abgehandelt. Es wurden viele OSTs aus der ersten Staffel in Railgun S transportiert und wenn mich nicht alles täuscht und ich keine Tomaten auf den Ohren hatte, war auch der ein oder andere Track des Index-OSTs dabei. Das Opening versprüht zu 100% den Charme der Openings der ersten Staffel und geht erstaunlich gut ins Ohr. Eigentlich kann ich nichts, aber auch gar nichts mit solcher Musik anfangen, aber die Railgun Openings waren da irgendwie immer eine kleine Ausnahme. Ich finde sie nicht grandios oder gut, jedoch bei weitem nicht so schlecht wie die der meisten anderen Animes. "Sister's Noise" von fripside kann sogar tatsächlich mit einer interessanten und eingängigen Melodieführung überzeugen, auch wenn mir persönlich viel zu viel Fokus auf elektronische Spielereien gelegt wurde und die durchaus vorhandenen Gitarrenspuren komplett in den Hintergrund rücken. Nichtsdestotrotz passt es sehr gut zu der Serie und erinnert stark an den Stil der Openings der ersten Staffel.

Falls ihr mal reinhören wollt:

[BBvideo 560,340]http://www.youtube.com/watch?v=yOYIixp6THA[/BBvideo]

Trailer verlinke ich mal nicht, da alle im Vorfeld veröffentlichten Trailer und Teaser meiner Meinung grottenschlecht waren und der Vorlage nicht gerecht wurden.

Ich persönlich ging mit bewusst geringen und heruntergespielten Erwartungen an die erste Episode heran und wurde doch überrascht. Kein Meisterstück, aber jetzt schon besser als man es von Railgun zum Großteil gewöhnt ist. Die Serie hat auf jeden Fall eine Menge Potenzial, welches sie hoffentlich auszuschöpfen weiß.

Kenner des To Aru-Franchises sollten sowieso reinschauen, aber auch allen anderen Leuten spreche ich eine kleine Empfehlung aus, solange sie etwas mit einem relativ klassischen Comedy-/Action-Mix anfangen können, der das Potenzial hat eine großartige Story zu erzählen. Wollen wir hoffen, dass sich dies zusammen mit einer passenden Atmosphäre bewahrheiten wird. Das Potenzial, das handwerkliche Können und die sehr gute Vorlage ist da. Jetzt kommt es nur noch auf den Willen der Produzenten an.

Falls ihr reinschauen wollte, kann ich nur NanaOne und chinurarete-subs empfehlen, welche bei dieser Serie ein Koop machen und qualitativ die gesamte Konkurrenz zerbersten. Grandiose Rhetorik, ein den Augen schmeichelnder Encode und perfektes Typesetting sollten Grund genug sein, auf den vielleicht etwas späteren Release bei den Gruppen zu warten. Lieber bei der Subgruppe direkt laden, als irgendein Streaming-Portal zu unterstützen.

Mfg Hawkwing, die alte Laberbacke
 

Hawkwing

Member
J.C.Staff ist doch echt gemein. Seitdem ich erfahren habe, dass es zu Railgun eine zweite Staffel geben wird, habe ich mich mental darauf vorbereitet, dass jene genau die gleichen eklatanten Schwachpunkte der ersten Staffel haben wird und wenn überhaupt nur in ganz wenigen Folgen überzeugen kann. Insbesondere den Anfang habe ich mir richtig schlecht vorgestellt.

Und was machen jetzt die bösen Autoren und Animateure? Sie produzieren eine (für Railgun-Verhältnisse wohlgemerkt!) echt gute Serie, zumindest nach den ersten beiden Episoden. Diese stecken die erste Staffel bis auf das Finale des Level Upper-Arcs schon jetzt in die Tasche. Bis auf die immer noch stumpfen Comedy-Einlagen, die dieses Mal wenigstens wesentlich besser dosiert wurden, ist wirklich alles besser. Auch der Slice-of-Life-Anteil wurde richtig schön runtergekürzt. Wie gemein! Wie kann ich mich denn dann darüber beschweren und aufregen, wenn die Serie so vieles richtig macht? Irgendeinen Kritikpunkt abseits der Comedy-Einlagen muss ich doch noch finden:

Achja! Es wurden ja erst zwei Folgen released. Das kann man ja noch keinen Schluss auf die eigentliche Qualität der Serie als Ganzes zulassen. Ha, geschafft!

Jetzt mal ohne Schmarrn: Sollte die Entwicklung dieser Staffel genauso positiv verlaufen wie bei der ersten Staffel, dürfte uns aufgrund des schon jetzt guten Anfangs vermutlich die beste To Aru-Staffel erwarten. Hoffentlich hält sich die Qualität und steigert sich noch analog zur ersten Staffel.

[obligatorischer To Aru-Flame] Aber natürlich wird aufgrund der Grundkonzeption des gesamten Franchises niemals eine To Aru-Staffel richtig gut werden, dafür wurden viel zu viele falsche Entscheidungen getroffen. [/obligatorischer To Aru-Flame]

Aber schon jetzt ist die Atmosphäre, das Pacing, das Story-Telling und die allgemeine Konzeption wesentlich besser als bei der ersten Staffel. Echt gemein von J.C. Staff, dass sie eine To Aru-Staffel mit "gutem" Anfang produzieren...
 

Kaos

Member
Hab heut n Eimer Mostrich gefunden und muss diesen Verteilen.

Um mich mal wieder als To-Aru-Fanboy zu outen, muss ich mal meine subjektive Meinung zu den ersten Folgen Railgun S auspacken.
Ehrlich gesagt hatte ich mich anfangs nicht über eine 2. Railgun Staffel gefreut, da in der Hauptstory alles für den großen Kampf bereit war und dann kommt die J.C. Staff mit den Ankündigungen mit dem Film und kurz darauf mit einer 2. Railgun Staffel. Es zieht es wirklich in die Länge. (Jetzt muss ich vielleicht doch mal mit den lesen der Lightnovels beginnen -.-)
Nun gut mit den näherkommen der Staffel und dem Rewatch der Ersten Satffel kam dann doch meine Stimmung für eine zweite Staffel auf. Und nun sitz ich jeden Samstag und zieh sie mir rein. :3
Mit der ersten Folge zog ich sofort Paralellen zur ersten Folge der Ersten Staffel, nur das die Schreiber und Animateure mal überhaupt nicht auf die Actiontube drückten. Ich will nicht Spoilern deshalb seht selbst *Großes Empfehlungsschild hochhalt*
Und was ich hier mal ganz doll ansprechen will ist das endlich mehr Level 5 ans Licht kommen. Wir haben hier allein eine Verdoppelung von Level 5 in der 2. Staffel als in den ersten beiden Staffeln Index, was die Action auch in der Zukunft nicht unter 100% halten wird. :3
Und auch unser allgeliebter, Alzheimer-Superheld Touma ist auch noch mit von der Partie. Einen Größeren Spaß kann sich ein Fanboy nicht erwarten. :3
Dafür das ich anfangs nix erhofft hab wird man so belohnt, dehalb auch Empfehlung vom Fanboy und für alle die es nicht kennen verwais ich auf meinen Vorposter! ;)
Grüße Kaos
 

Hawkwing

Member
Ich habe vor kurzem Folge 3 gesehen und bin immer noch sauer auf J.C. Staff, dass die Serie wirklich zehnmal besser als befürchtet/erwartet ist.

Um ehrlich zu sein hätte ich ja erwartet, dass es erst so um die zehn Folgen langweiligen Slice of Life-Müll geben wird, bevor die Story ganz langsam in Fahrt kommt. Das es mit der Hauptstory jedoch schon in Episode Zwei losgeht und Episode Drei bereits richtig interessant wird, schockiert mich richtig. Bisher echt top...für To Aru-Verhältnisse.
 

Hawkwing

Member
Ach, was solls. Ich löse mich jetzt von meiner zynischen Ausdrucksweise und bewerte die Serie einfach ganz normal:

Aktualisierung #3 bei einem Fortschritt von 5 Folgen:

Folge 4:

Zwiegespalten. Einerseits ist dies mit Abstand die Folge, die am meisten an die erste Staffel erinnert. Sie hat viele der stumpfen "Railgun-Momente", die insbesondere zu Beginn eines der beiden Story Arcs in Railgun 1 komplett die Überhand nahmen. Dazu zählen einerseits stumpfe Comedy, eine übertrieben kindische Mikoto und ein paar ziemlich retardierte Momente. Allerdings ist selbst hierbei das Pacing wesentlich besser gelungen, da die stumpfen Szenen immer wieder durch ernste Szenen unterbrochen werden, die mit dem bereits in Folge 3 angeführten Experiment zu tun haben und die "Produktion" einer Sister zeigen. Ergo ist diese Folge zur Hälfte gut bis sehr gut und zur Hälfte absolut erste Staffel. Meiner Meinung nach zwar ein kleines bisschen schwächer als die letzten beiden Episoden, aber immer noch sehr unterhaltsam und durch die Abwechslung immer noch besser als die fast komplett auf Slice-of-Life setzende erste Staffel.

Folge 5:

Eindeutig. Eine der besten Folgen des gesamten To Aru-Franchises, welche locker mit Vertretern wie Index I EP 12, Railgun I EP 11 oder Index II EP 6/7 mithalten und sie teilweise übertreffen kann. Auch diese Folge ist in zwei Hälften gespalten, jedoch nicht so zerrissen wie EP 4, in der sich beide Hälften immer mal wieder abwechseln, sondern bis zu einem bestimmten Ereignis hin strikt getrennt. Alles konkrete findet ihr im folgenden Spoiler, da ich nicht zu viel verraten möchte. Eines sei noch allgemein gesagt: Ich hätte NIE damit gerechnet, dass Railgun S diese Qualität erreichen wird. Die OSTs sind mehr als nur großartig, das Pacing perfekt, die Emotionen werden grandios übertragen und die Atmosphäre ist zum ersten Mal richtig, richtig geil. Man muss die Folge aber trotzdem als Ganzes betrachten.

Klickt bitte nicht auf diesen Spoiler, wenn ihr die Serie bzw. Folge noch nicht gesehen habt! Beim ersten Mal schauen muss man einfach komplett uninformiert an die Folge rangehen, da sonst der Effekt flöten geht.

Letzte Warnung!
Einfach eine unglaublich gute Arbeit, die J.C. Staff hier geleistet hat. Alleine schon die Designentscheidung, den Sisters endlich "richtige" Augen zu geben war goldrichtig, da sie dadurch an Charakter gewinnen. In der ersten Hälfte der Episode wird durch starke Comedy-Elemente eine Beziehung zwischen Mikoto und ihrer Sister, namentlich #9982, aufgebaut, die erstaunlich authentisch rüber kommt und durch ihre zwar stumpfe aber doch sehr sympathische Art den Charakter #9982 durch den trockenen Humor und den ehrlichen Respekt gegenüber ihrer "Onee-Sama" an den Zuschauer bindet. Dies stellt jedoch nur die Ruhe vor dem Sturm dar, da #9982 natürlich Teil des Level 6-Shift-Experiments ist und dementsprechend einen unmöglichen Kampf gegen Accelerator bestreiten muss. Im Zuge dessen schwingt die komplette Atmosphäre der Serie um und erreicht eine Düsternis, die ich weder bei Railgun I noch bei den beiden Index-Staffeln bisher erlebt habe. Der Kampf ist aussichtslos und brutal, Accelerator erfreut sich an dem Leiden der Sister und Mikotos Reaktion auf die Wahrheit hinter dem Experiment ist unglaublich authentisch und tiefgehend. Man merkt förmlich, wie ihre bisher heile Welt auseinanderbricht und ihr Charakter erste Risse bekommt. Besagte Endsequenz stellt vermutlich eines der krassesten Erlebnisse in ihrem Leben dar, und J.C.Staff hat es erstaunlich gut geschafft, die Düsternis und Tragweite jenes Erlebnisses darzustellen.

Falls es jemanden interessiert, Railgun S wurde vor dieser Episode (wie die erste Staffel) mit einem 13er-Rating auf myanimelist versehen, welches jedoch im Zuge dieser Episode auf Restricted 17+ angehoben wurde. Zusätzlich musste eine Szene in der TV-Version sogar zensiert werden.

Auch das in dieser Episode angepasste und absolut großartig musikalisch untermalte Ending passt wunderbar und stützt die veränderte Atmosphäre.

Ich hoffe von ganzem Herzen, dass die Serie diesen düsteren Stil beibehalten wird. Mir persönlich gefällt er zehnmal besser als der Stil der ersten Staffel und passt wunderbar zur Thematik.
Hiermit möchte ich dem Studio J.C. Staff auch dafür danken, dass sie so einen krassen Stilbruch mit der ersten Staffel begangen haben und sich an die düstere und brutale Vorlage gehalten haben.

Folge 6:

Eindeutig. Eine weitere sehr gute Episode, die mit einem krassen Kampf, einer grandiosen Atmosphäre und hochinteressanten Einblicken und Rückblicken aufgewartet hat. Die Art und Weise, wie J.C.Staff die Emotionen der Charaktere in dieser Staffel darstellt, ist auf einem extrem hohen Level und überraschend authentisch. Man sollte ebenfalls erwähnen, dass dieses Mal das Charakterdesign auf einem durchgängig hohen Niveau ist und die Charaktere nicht mehr fehlerhaft dargestellt werden.

Bitte immer weiter so, Railgun S.
 

Hawkwing

Member
Aktualisierung #4 bei einem Fortschritt von 8 Folgen:

Episode 7:

Ähnlich wie die Vier wieder sehr nahe an der ersten Staffel dran, ohne deren Schwächen komplett zu erreichen. Besonders Kuroko hat es dieses Mal geschafft den Zuschauer zu verblüffen. Eine typische "Ruhe-vor-dem-Sturm"-Episode, die nervige Railgun 1-Trademarks bedient, aber genug vernünftige Szenen (durch Kuroko! Wtf, vernünftige Szenen durch Kuroko? Was ist da los?) beinhaltet um nicht komplett in Staffel 1-Gefilde abzurutschen.

Episode 8:

Mal wieder eine überraschend gute Episode. Wesentlich bessere Animationsqualität als die Siebte und vor allem richtig nette Action und Atmosphäre. Railgun S hat damit jetzt schon wesentlich mehr Action als die gesamte erste Staffel geboten und qualitativ sogar die zwar übertrieben inszenierte, aber irgendwie doch zu statische und langweilige Action aus Index I/II übertrumpft. Hierbei merkt man den Vorteil, wenn man einen Hauptcharakter hat, der abseits Blocken und kleine Mädchen schlagen noch andere Dinge drauf hat.

Das Pacing stimmt einfach bei dieser Staffel. Man hat relativ viel Ernstes, welches ab und zu aufgrund der Grundkonzeption der Serie durch leichtere Kost unterbrochen wird und für Entspannung sorgt. Dadurch wirken die ernsten Sequenzen dann umso mehr.

Allgemein ist dieses Mal sogar die Charakterinteraktion untereinander (zumindest abseits der Comedy-Momente) wesentlich ernster. Gerade Kuroko und Mikoto erscheinen in dieser Staffel wesentlich, wesentlich tiefer. Ähnlich sieht es auch mit ihrer Beziehung aus. Das ist bei den beiden in der Franchise-Tradition vielleicht ein unpassendes Wort, aber zum ersten Mal im gesamten Raildex-Franchise wird ihre Interaktion (auch) für etwas anderes als Comedy benutzt und ist allgemein wesentlich ernster aufgezogen.

Schande an den Autor, dass er die in dieser Staffel (zumindest bisher und für Raildex-Verhältnisse...) so gut charakterisierten Figuren in der Hauptstory (also Index I Hälfte 2 und Index II gesamt) so verschandeln musste...
 

Hawkwing

Member
Aktualisierung #5 bei einem Fortschritt von 11 Folgen:

Episode 9:

Fährt im Fahrwasser der achten Episode und ist auch dementsprechend gut gewesen. Sie führt den Kampf von Mikoto gegen (mittlerweile) drei Kopfgeldjäger von ITEM fort und ist mit grandios, ja fast schon überinszenierter, Action vollgepackt. Dies ist jedoch nicht negativ gemeint, da das Raildex-Franchise zu einem großen Teil aus Kämpfen besteht. Man muss der Serie allerdings zugestehen, dass sie die besten und spannendsten Kämpfe des gesamten Franchises bietet, sogar besser als die Kämpfe aus den beiden Index-Staffeln. Diese waren zwar auch derbe inszeniert und mit Effekten vollgepumpt, jedoch hatten die meisten von Ihnen aufgrund von Touma eine konzeptionelle Schwäche: Ihnen fehlte eine echte Dynamik, da sie fast immer nur aus Blocken mit dem Imagine Breaker und Niederschlagen mit dem Touma-Punch bestanden und Touma außer seiner rechten Hand keine anderen Kräfte hatte. Sie waren gut inszeniert und spannend, keine Frage, aber leider nicht dynamisch und haben ein bisschen nach Blendwerk gerochen, auch wenn sie mich immer unterhalten haben.

Hierbei ist der Vorteil, dass die Hauptprotagonisten zu den stärksten Espern der Stadt gehört und dementsprechend auch mit genug spaßigen Fähigkeiten ausgestattet ist, um die Kämpfe extremst dynamisch erscheinen zu lassen. Tatsächlich sind die Kämpfe reines Eye-Candy. Sehr gut inszeniert, spannend, dynamisch und immer die Oberhand wechselnd. Selbst wenn ein Charakter nur um sein Leben flieht und gnadenlos verfolgt wird, haben die Macher nie das richtige Pacing aus den Augen verloren. Die Kampfszenen in dieser Folge werden ab und zu durch eine parallel laufende Infiltrationsmission unterbrochen, welche ebenfalls sehr gut inszeniert wurde.

Zugegeben, das ein oder andere Mitglied von ITEM mag etwas nervige Züge haben, aber im Großen und Ganzen gesellt sich diese Episode zu den anderen guten Episoden dieser Serie.


Episode 10:

Da diese Episode den ITEM-Arc, der mit Episode 8 begonnen hat, abschließt, schreibe ich dieses Mal nicht ganz so viel. Im Großen bewegt sich die Folge auf dem gleichen, sehr hohen Qualitätslevel der letzten beiden Folgen und verwöhnt den Zuschauer ein weiteres mal mit extrem unterhaltsamer und vor allem Fanservice-freier Action, die durch viele interessante Elemente (die Prismen, etc.) und das Handicap Mikotos zusätzlich um Spannung bereichert wird. Gegen Ende kommt dann noch eine (wie man als Index-Schauer weiß) unbegründeter Hoffnungsschimmer und die Überleitung zu der ersten Szene des Sister's Arc, die man bereits in Index I gesehen hat. Darum geht es dann in der nächsten Episode.


Episode 11:

Auf diese Episode habe ich wirklich relativ gespannt gewartet, jedoch mit gemischten Gefühlen. Zunächst einmal bedeutet diese Tatsache nämlich, dass prinzipiell nur noch bekannte Dinge kommen (auch wenn diese allem Anschein nach um neue Dinge erweitert wurden). Des Weiteren hatte ich ein mulmiges Gefühl dabei, dass Touma mal wieder in einer Railgun-Staffel auftauchen wird. Ich habe nichts gegen Touma an sich, er ist an sich ein cooler Charakter, allerdings waren seine Auftritte in Railgun I einfach nur nervig, was allerdings zu 100% an Mikoto lag, die sich ähnlich bescheuert wie in Index II ihm gegenüber verhalten hat. Halt eine Standard-Tsundere, die ich mehr als hasse, zumal ich der Meinung bin dass gerade dieser Charakter ein bisschen mehr verdient hat, da sie durch die krassen Erlebnisse während des Level 6 Shift-Experiment eigentlich tief genug ausgearbeitet wurde. Aber dass die Autoren Mikoto in den späteren Arcs der Story komplett totgeschrieben haben, war ja schon des Öfteren Gegenstand meiner Beschwerden, weswegen ich es jetzt hierbei und bei der Vergangenheit aus Index I belasse. Kommen wir nun endlich zur eigentlichen Episode aus Railgun S:

Sie war okay bis gut, sogar besser als befürchtet. Die Interaktion zwischen Touma und Mikoto war nicht ganz so schlimm wie befürchtet und die kleinen Änderungen, die gegenüber der Szene aus Index I vorgenommen wurden, waren meistens in Ordnung. Im Vergleich mit den letzten Episoden war sie extrem ruhig, auch wenn es ihr durch das Auftauchen einer weiteren Sister, dem Psycho-Moment von Accelerator (halllooooo Zensurbalken-san!) und dem kurzen Rückblick in Accelerators Vergangenheit keineswegs an vernünftiger Atmosphäre gemangelt hat. Natürlich war die Atmosphäre gerade zu Beginn relativ nah an der ersten Staffel, jedoch kam es auch hierbei zu einem emotionalen Break, der die gesamte Atmosphäre gekippt hat und noch viel für die weiteren Episoden des Sister's Arcs verspricht.


Ich persönlich hätte zwar noch gerne ein bisschen mehr von Accelerators Kämpfen gegen die Sisters gesehen, einfach weil die Atmosphäre in jenen bisher immer absolut grandios düster und psychopathisch war, jedoch hätte das wohl das 17+ Rating gefährdet. ^^ Aber wer weiß was noch kommt, bisher ist Railgun S im Sister's Arc wesentlich brutaler und direkter als Index I.
 

Hawkwing

Member
Aktualisierung #6 bei einem Fortschritt von 15 Folgen:

Episode 12:

Eine weitere, relativ Slice of Life-fokussierte Episode. Dies ist dieses Mal jedoch nichts Schlimmes, da mal wieder zwei Handlungsebenen parallel ablaufen und beide durch die Charaktere trotzdem eine Relevanz entwickeln. Auf der einen Seite hätten wir wieder Mikoto, die weiterhin mit einem Angriff auf die Forschungseinrichtungen und Tree Diagram versucht, dass Experiment zu stoppen. Mit dabei ist eine gehörige Portion Charakterentwicklung auf ihrer Seite. Es fällt auf, dass sie immer mehr eine nihilistische Sichtweise bekommt und allmählich die Kontrolle verliert.
Der andere - bereits aus Index I bekannte - Handlungsstrang beschäftigt sich mit Touma, #10031, #10032 und Accelerator. Dabei kommt sogar die ein oder andere Neuigkeit heraus, die man in Index I zwar sehen, aber nicht verstehen konnte, da Hintergründe gefehlt haben und die Perspektive falsch war. Ein weiterer Accelerator-Moment darf natürlich auch hier nicht fehlen.

Obwohl die Episode relativ ruhig, SoL-fokussiert und aus Index bekannt war, war sie gut. Dies liegt vornehmlich daran, dass selbst die SoL-Momente zur Story beigetragen haben und es genügend vernünftige Szenen gab. Ähnlich also wie EP 4 und 7 eine weitere "Ruhe vor dem Sturm"-Episode.

Episode 13:

Diese Episode wurde von mir - ähnlich wie die 11 - relativ gespannt erwartet, da die Geschehnisse eigentlich schon in Index I relativ ausführlich behandelt wurden. Wie man jetzt jedoch allmählich merkt, bei weitem nicht ausführlich genug. Konkret geht es darum, dass Touma zum ersten Mal in Kontakt mit dem Level 6-Shift-Experiment tritt.
Prinzipiell bekannt, hat es diese Episode dennoch geschafft, jedes noch so kleine Element wesentlich besser zu machen als ihr Pendant aus der ersten Index-Staffel.

Wie bereits das ein oder andere Mal angedeutet, ist Railgun S wesentlich brutaler als Index, was auch wieder in dieser Folge bestätigt wird. Mikotos Reaktion darauf ist wesentlich authentischer als bei Index I und deutlich intensiver inszeniert. Bei Ihr führt es zu einem endgültigen Brechen ihrer Psyche und des Verlustes der letzten Hoffnung, an die sich noch gekrallt hatte. Unglaublich gut inszeniert, auch wenn es mich nicht gestört hätte, wenn dieser entscheidende Punkt ein bisschen mehr Sendezeit bekommen hätte. Keine Frage, es ist gut erklärt, aber eine etwas ausführlichere Darstellung ihres Leids und Selbsthasses hätte die Szene noch einmal deutlich intensiviert.
Weiterhin ist interessant, um wie viele Welten das Pacing in dieser Episode besser als bei Index I ist. Der Szenenwechsel sorgt immer wieder für Spannung, die Verknüpfung zwischen beiden Strängen ist äußerst gut gelungen und die Informationen über den Beginn des ersten Experiments der Reihe sind hochinteressant. Die erhöhte Brutalität stützt die Atmosphäre und die Emotionen - egal ob positiv oder negativ - werden sehr gut transportiert. Ebenfalls lobenswert ist der vermehrte Einsatz von neuen, sehr atmosphärischen OSTs, die man zuerst im genialen Ende von Folge 5 hören konnte. Atmosphärisch Top, Pacing Top, Charaktere Top. Wesentlich besser als das im Vergleich mit den anderen Index-Arcs bereits sehr gute Pendant aus der ersten Staffel der "Mainstory".

Episode 14:

Hier ist sie also, die Neuerzählung meiner Lieblingsfolge (12) aus Index I, die bereits dort sehr überzeugen konnte. Railgun S hat es tatsächlich geschafft, ein weiteres Mal überall noch etwas draufzusetzen und selbst einen alten Franchise-Hasen/Kritiker wie mich mehr als nur positiv zu überraschen.

Bereits in Index I überzeugte die Episode mit einem grandiosen und äußerst intensiven Dialog zwischen Mikoto und Touma, der die ganze Zeit über ernst blieb und sich nicht der ausgelutschten Comedy bediente, die die Treffen zwischen den Beiden sonst auszeichnete. Besonders die transportierten Emotionen waren in dieser Folge trotz der Kürze des Sister's Arcs in jener Staffel sehr authentisch und gut dargestellt.

Railgun S dagegen toppt das alles mit Leichtigkeit. Auch wenn das Grundprinzip das Gleiche bleibt und die Szene sich der gleichen, bereits damals sehr stimmigen Atmosphäre bedient, wurden doch viele Elemente verändert und zum Besseren gewandt. Touma ist wesentlich, wesentlich aggressiver und Mikoto merkt man an, dass sie gebrochen wurde und
den Tod sucht, da sie mit der Schuld nicht mehr weiterleben kann.
Sowohl der Dialog als auch die Inszenierung wurden noch weiter aufgebohrt und die Intensität insbesondere von Mikotos Emotionen hat man in dieser Form im gesamten Franchise auch noch nicht gesehen. Es ist ein unglaublicher Vorteil von Railgun S, dass es seine Charaktere wesentlich ernster als jede Staffel zuvor nimmt und diese sehr viel besser ausarbeitet. Insbesondere bei Mikoto sticht dies besonders positiv heraus, da sie nun keine kindische Tsundere-Nervensäge mit Aggressionsproblemen mehr ist, sondern ein ernst zu nehmender Charakter, der mit großen Problemen konfrontiert wurde und daran zerbrochen ist. Die Charakterisierung ist den Autoren dieses Mal wesentlich besser gelungen. Sowohl ihre als auch Toumas Reaktionen erscheinen äußerst nachvollziehbar und sind wunderbar in Szene gesetzt.
Besonders intensiv war die Szene, in der Mikoto komplett die Kontrolle verliert und Touma verletzt. Abgesehen von der sehr derben Inszenierung, die außerordentlich kraftvoll und stärker als bei Index I rüberkommt, hat mich auch die Interaktion von beiden im Anschluss daran überrascht. Zum ersten Mal im gesamten Franchise wurde so etwas wie eine vernünftige Wechselwirkung zwischen den beiden hergestellt.
Außerordentlich intensiv war auch die Szene, in der Mikotos letzter Traum (die Beendigung des Experiments durch ihren eigenen Tod) von Touma zerschmettert wurde und sie einfach nur weinend zusammenbricht. So vernünftig möchte ich die Emotionen der Charakter in Zukunft überall sehen, liebes Autorenteam der "Mainstory".
Alles in Allem gesellt sich diese Episode zu den anderen sehr guten bis grandiosen Episoden dieser Staffel und überragt jede andere To Aru-Staffel um Längen. Auch die Klone können mit ihrer eiskalten und doch liebenswerten Art mal wieder völlig überzeugen.

Episode 15:

Ho-
ly-
Shit.
An sich ist mal wieder alles aus Index I bekannt. Aber alter Schwede, wie bei den vorherigen Episoden einfach so viel besser. Alles ist zwanzigmal intensiver und besser dargestellt als in Index. Besonders interessant war auch das Aufwerfen von moralischen Fragen (in einer To Aru-Produktion, was zur Hölle?), nämlich, ob ein künstlich produzierter Mensch ein Individuum oder nur ein wertloses, massenproduziertes Ding ist.
Ich kann gar nicht viel zu dieser Episode schreiben, außer das alles intensiver ist. Irgendwie wiederhole ich mich...

Die Action haut rein wie bei diesem Franchise selten zuvor, die Überlegenheit, Abartigkeit und Arroganz Accelerators ist hierbei wesentlich krasser, die Emotionen von allen Seiten viel besser ausgearbeitet und inszeniert und die Atmosphäre noch packenderer als in Index. Eine weitere absolut erstklassige Episode dieser Staffel, bei der ein weiteres Mal die Charakterentwicklung Mikotos überzeugen kann und es viele interessante Hintergrundinformationen gegeben hat.



Alles in Allem betrachtet, wischt Railgun S mit jeder anderen To Aru-Produktion locker den Boden auf. Die Staffel hat es zum ersten Mal geschafft, das grandiose Potenzial des Szenarios nicht zu versauen sondern es richtig gut umzusetzen. Demnach ist Railgun S zumindest bisher die absolute Referenz, an der sich andere To Aru-Staffeln zu messen haben. Meiner Meinung nach hat sich Railgun damit auch von seinem Dasein als Side Story/Spin-Off befreit und steht mindestens auf einer Stufe mit der qualitativ des Öfteren arg Schwächelnden Index-Serie. Da mir das düstere Wissenschaftssetting in Raildex sowieso immer wesentlich besser als die lahme Magieseite gefallen hat, trifft Railgun S abgesehen von nur ganz wenigen Szenen voll meinen Geschmack. Alles andere als der Index-Film übrigens, zumindest was die bisherigen Trailer und das Promo-Material angeht.

Ich befürchte zwar, dass alles, was in Railgun S nach dem Sister's Arc kommen mag, die Staffel als Ganzes herunterziehen/versauen wird, aber zumindest bisher ist der Sister's Arc absolut großartig.

Ähnlich scheint es übrigens auch die MyAnimeList-Community zu sehen. Dort rangieren Railgun I, Index I und Index II auf Wertungen im Bereich von ~7,90 Punkten, wohingegen Railgun S fast an die 8,50 herankommt. Im Bewertungsystem von MAL ist das ein gewaltiger Schritt.
 

Hawkwing

Member
Da ich irgendwann nicht mehr daran gedacht habe, diesen Thread aktuell zu halten, verzichte in an dieser Stelle mal dadrauf und schreibe ein kurzes Fazit zur Serie.

Railgun S zu bewerten gestaltet sich als außerordentlich schwierig. Gerade der erste große Story-Arc (Sister's Arc) hat mir extrem gut gefallen, zumal er zum ersten Mal die Qualitäten gezeigt hat, die ich mir seit drei Staffeln von diesem Franchise erhofft habe. Bis auf absolute Kleinigkeiten hat er vollkommen meinen Geschmack getroffen. Der Filler-Arc und der darauf folgende Silent Party-Arc sorgen dagegen für meine Unentschlossenheit. Im Vergleich zum Sister's Arc stinken beide maßlos ab und bewegen sich in etwa auf dem Niveau der mittelmäßigen Story-Arcs der ganzen anderen Staffeln.

Verglichen mit der ersten Staffel sieht es dagegen gar nicht so mau aus. Er ist auf jeden Fall besser als der Poltergeist-Arc und selbst die Comedy-Filler von S sind weitaus besser als die der ersten Staffel. Leider rettet diese Tatsache den Arc nicht über seine Mittelmäßigkeit heraus. Dafür wurden viel zu viele Schnitzer und bekloppte Entscheidungen eingebaut.

Ich splitte das mal ein bisschen auf. Der Sister's Arc würde von mir 8,0 von 10 möglichen Punkten bekommen. Ich fand ihn geschätzt 90% der Zeit absolut großartig, gerade im Vergleich mit den anderen drei Staffeln des Franchises. Natürlich hatte er auch die ein oder andere Schwäche und fragwürdige Design-Entscheidungen (z.B. ITEM), aber im Großen und Ganzen ist er bisher das Beste, was man in Sachen Raildex sehen konnte.

Der Rest der Staffel würde von mir alleine für sich betrachtet vermutlich 6,0 von 10 möglichen Punkten bekommen.

Beachten muss man bei diesen Zahlen jedoch, dass ich versucht habe objektiv zu urteilen und meine Symphathien für das Franchise ausgeblendet habe. Raildex ist eines dieser Franchises, dass mit seinen Charakteren steht bzw. fällt. Da mir sowohl die Charaktere als auch das Szenario (zumindest auf Wissenschafts-Seite) durchaus gefallen, sieht meine subjektive Wertung natürlich ein bisschen anders aus.

Dementsprechend würde ich dieser Serie alles in Allem [glow=red]8,5 von 10[/glow] möglichen Punkten geben. dafür hat mit der Sister's Arc einfach viel zu gut gefallen, dem ich subjektiv locker 9 Punkte geben würde und der 2/3 der gesamten Sendezeit einnimmt.

Auf jeden Fall werde ich zu dieser Serie noch eine Review verfassen, in der ich dann ausführlich auf die Stärken und Schwächen der Serie eingehen werde.
 
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